Baozi (包子)
Neben
Jiaozi stellen Baozi die beliebtesten Teigtaschen zumindest in Nordchina dar. Im Gegensatz zu Jiaozi handelt es
sich bei Baozi um Hefeteigtaschen, die nicht im Wasser gekocht, sondern nur gedämpft werden. Der dickere Teig lässt zudem eine üppigere Füllung zu, in chinesischen Läden werden zum Teil
handtellergroße Baozi angeboten. Die Baozi, die es frühmorgens in jedem Straßenlokal zu haben gibt, fallen allerdings meist deutlich
mickriger aus und bestehen fast immer aus einer reinen Hackfleisch- / Zwiebel-Füllung. Dem vorzuziehen ist daher auf jeden Fall der Besuch eines "echten"
Baozi-Hauses, also von Restaurants, die sich ganz auf die Zubereitung von Baozi spezialisiert haben. Oder aber man macht sie einfach selbst, so wie hier beschrieben:
Zutaten und benötigte Kochutensilien
Um Baozi zubereiten zu können, wird ein Gerät zum Dämpfen benötigt: dies kann entweder ein (eher flacher) Dampfkochtopf sein oder auch ein Dampfkochtopfaufsatz,
der sich etwa auf einen mit Wasser gefüllten Wok legen lässt:
Alle für Baozi benötigte Zutaten können in jedem gewöhnlichen Supermarkt besorgt werden, nur bei der Sojasoße empfiehlt es sich,
auf Produkte aus dem Asia-Markt zurückzugreifen.
Teig (4-6 Personen): ca. 1kg Mehl, 2x Backhefe (42g), Wasser.
Füllung (4-6 Personen): 600g Schweinehackfleisch ungewürzt (alternativ Rinderhackfleisch, gemischtes Hackfleisch eignet sich weniger gut), 6 große Möhren,
1 großer Porree (nur den weißen Stiel verwenden), 2 Esslöffel Salz, 1 Prise Pfeffer, 1-2 Esslöffel Sojasoße, 2 Esslöffel Speiseöl.
Zubereitung
Teig: das Mehl und die Hefe müssen unter Zugabe von etwa 2-3 Gläsern warmen Wassers gut durchgeknetet werden, der Teig sollte von eher zäher Konsistenz bleiben. Anschließend muss der Teig
etwa 40 Minuten ziehen, vorzugsweise an einem warmen Ort (z.B. auf einer Heizung oder einem Ofen), bis sich kleine Luftlöcher im Teig gebildet haben.

Bild 1: der fertige Teig.
Füllung: die geschälten Möhren werden mit dem Reibesieb schön fein gerieben und zusammen mit dem Hackfleisch in eine Schüssel gegeben. Hinzu kommt der Porree, der mit einem Küchenmesser in
sehr kleine Stücke geschnitten werden müssen, je feiner, desto besser hinterher der Geschmack der Füllung. Anschließend werden die bei den Zutaten genannten Gewürze und Öle hinzugegeben und die Füllung gut
durchgemischt. Für eine vegetarische Füllung können alternativ beispielsweise Eier und Zuchini verwendet werden.

Bild 2: die fertige Füllung.
Das Füllen der Baozi: auf die Arbeitsfläche (Tisch oder großes Küchenbrett) wird ein wenig Mehl gestreut, damit der Teig nicht verklebt, einige große Teller für die fertigen Baozi sollten ebenfalls bereitsstehen, auch hier kann
etwas Mehl gestreut werden. Formen Sie dann anschließend kleine Teigkugeln, die zu etwa handtellergroßen Fladen gewalzt werden können. Diese Fladen sollten nicht
zu dünn sein, da die Baozi sonst beim Dämpfen aufgehen, aber auch nicht zu dick, da dies auf Kosten des Geschmacks geht.

Bild 3: aus den Teigkugeln werden anschließend runde Fladen gewalzt.
Nehmen Sie dann etwas Füllung und legen Sie diese in die Mitte einer der Teigfladen, halten Sie diesen dabei in der Hand. Es sollte soviel Füllung wie möglich verwendet werden, nur muss sich das Teigtäschchen hinterher noch problemlos schließen lassen.

Bild 4: fertig gewalzter Teigfladen.

Bild 5: die Füllung wird in die Mitte des Fladens gelegt.
Zuletzt müssen noch die Seiten der Teigtasche verschlossen werden, indem der Teig an den Seiten eingeknickt und dann zusammengedrückt wird.

Bild 6: Zusammenfalten der Seiten.

Bild 7: fertig gefaltete Teigtasche.

Bild 8: ist erst einmal ein Teller voll, können die Baozi gedämpft werden.
Das Dämpfen der Baozi: die fertigen Baozi werden in den Dampfkochtopf bzw. in ein anderweitiges Gerät zum Dämpfen gelegt. Um ein Anbrennen der Baozi beim Dämpfen zu vermeiden, können Salatblätter als Unterlage verwendet werden. Der Boden des Dämpfgeräts sollte mit etwa ein bis maximal zwei Zentimeter Wasser gefüllt sein.
Bei längerem Dämpfen muss auch immer wieder einmal Wasser nachgefüllt werden. Da die Baozi beim Dämpfen noch aufgehen, sollten sie nicht zu nahe beinander liegen. Ist alles vorbereitet, kann ein Deckel drauf gelegt und mit dem Dämpfen begonnen werden. Gedämpft wird bei höchster Hitzestufe, für etwa 15 bis 20 Minuten.
Die Baozi sind damit fertig und können nun entweder pur, oder aber auch zuvor in eine Schale mit Speisessig getunkt, verzehrt werden.

Bild 9: fertig gedämpfte Baozi.
Guten Appetit! Sollten Sie übrigens nicht alle Baozi auf einmal essen können, so lassen sie sich später immer noch sehr gut in der Pfanne braten.
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