Xiangqi (象棋)
Das chinesische Schachspiel wird in China beinahe an jeder Straßenecke gespielt.
Zu den Spielenden gesellt sich meist noch eine ganze Schar von Zuschauern, welche das Spiel lautstark kommentiert.
Wer kein eigenes Spielbrett besitzt, kann auch auf einen der zahlreichen Spieltische zurückgreifen, die in fast allen Parks
und Wohnblocks aufgestellt sind. Nur die Spielsteine muss man in jedem Fall selber mitbringen, gerne werden auch Tische und Stühle mitgebracht oder auf erstaunliche Weise improvisiert.
Chinesisches Schach ähnelt dem im Westen üblichen Schach, weist aber auch eine Reihe bedeutsamer Unterschiede auf. Es wird vorwiegend von älteren Leuten gespielt, doch finden sich auch immer wieder junge Xiangqi-Begeisterte zusammen.
Beim Xiangqi-Spiel scheint die Zeit stehen zu bleiben, man entflieht dem Stress des Alltags. Ruhig geht es dennoch nicht zu, zum einen sind da die Kommentare der Zuschauer, zum anderen werden die Spielsteine mit Vorliebe geräuschvoll auf das Brett geknallt.
Wer hingegen einmal einem daoistischen Mönch beim Xiangqi-Spiel über die Schulter geguckt hat, meint vielleicht Zeuge einer besonderen Form der Meditation geworden zu sein. Üblich ist jedoch eine sehr schnelle Spielweise, bei welcher die Spielsteine schon wieder neu aufgebaut sind, bevor
das vorherige Spiel - zumindest scheint es so - überhaupt beendet wurde. Doch nicht überall wo sich die Leute scharen, wird auch Xiangqi gespielt, nicht selten handelt es sich auch um Glücks- und Kartenspiele.
Das untenstehende Java-Applet ermöglicht es Ihnen selber einmal Xiangqi zu spielen. Spielregeln und weiterführende Informationen finden Sie unter den angegebenen Links.